NOMI von BLITZKIDS mvt. vereint Style und “Wumms”

Talentierte Musiker gibt es wie Sand am Meer, Ladys mit Sinn für Fashion und Style ebenso. Die Kombination ist jedoch selten – genau deshalb ist NOMI, Sängerin der Band BLITZKIDS mvt., so außergewöhnlich.

Schon 2010 schaffte BLITZKIDS mvt. es mit den Songs “Blinded” und “Water” in die Top 5 der Club-Charts, ihre wenigen Gigs wurden in der Szene zu Geheimtipps. Spätestens seit dem umjubelten Auftritt bei der Michalsky StyleNite 2012 im Rahmen der Berlin Fashion Week ist BLITZKIDS mvt. in aller Munde.

Wir haben NOMI in Berlin zum Interview getroffen und mit ihr über ihre Arbeit, ihren Style, ihre private Seite und den richtigen “Wumms” geredet!

NOMI ist dein Künstlername. Wie bist du darauf gekommen?
Den habe ich erst relativ spät durch Zufall entdeckt. Als ich für unser erstes Video im Fundus die Outfits zusammengestellt habe, meinte ein Angestellter zu mir: “Ach das ist ja lustig, das sieht ja nach Klaus Nomi aus.” Den kannte ich nicht, also habe ich ihn gegoogelt, mir den Film “The Nomi Song” angeschaut und war sehr beeindruckt von dem Künstler. Irgendwie fand ich, dass den viel mehr Leute kennen müssten, weil er so eine tolle Gestalt war. Hauptsächlich fand ich aber die Kostüme und die Art, wie er sich präsentiert hat, total beeindruckend.

Verrätst du uns deinen echten Namen?
Nein, den behalte ich lieber für mich. Wenn ich auf der Bühne stehe oder Videos drehe, bin ich NOMI. Die andere Person bleibt ganz privat.

Wie würdest du die Musik von BLITZKIDS mvt. beschreiben?
Uns geht es darum, gut produzierte elektronische, coole Popmusik zu machen. Natürlich machen wir uns auch Gedanken über die Texte, aber es ist jetzt nicht wie bei Songwritern, bei denen jeder Text das tollste Gedicht der Welt sein muss. Bei unserer Musik will man nicht traurig auf dem Sofa liegen, sondern sie auf einer Party laut hören und tanzen, egal ob mit guter oder mit schlechter Laune. Sie hat richtig viel “Wumms”.

Welche Rolle hast du bei BLITZKIDS mvt.?
Ich bin Sängerin und schreibe die Songs zusammen mit Petone. Außerdem bin ich für alles Optische verantwortlich, von den Bühnenoutfits über die Videos bis zu den Fotografen, die offizielle Bilder machen. Ich bin der Oberboss für alles Visuelle.

Welche Musik hörst du privat am liebsten?
Privat bin ich mehr der Björk-Typ, höre ich mir eher melancholische Musik an. Aber wenn ich ausgehe oder auf der Bühne stehe, dann habe ich mehr Lust auf Entertainment, auf Beats und auf “Wumms”. Mein neues Lieblingswort.

Welche Rolle spielt Style in deinem Leben?
Ich habe immer als Musikerin und als Stylistin gearbeitet, mittlerweile mache ich aber hauptsächlich Musik. Ich liebe zwar immer noch beides, aber die Musik mehr. Ich denke auch, dass ich eine bessere Sängerin als Stylistin bin. Aber die beiden Interessen waren schon immer da, und jetzt kann ich sie perfekt verbinden.

Stylst du die ganze Crew?
Ja. Die wissen, dass es mein Beruf und meine Passion ist, die vertrauen mir. Ab einer gewissen Größe kann man das aber nicht mehr ganz allein bewältigen, deshalb hilft mir bei Videodrehs mittlerweile ein Fashion-Stylist. Den suche ich mir aber selbst aus, denn ich weiß genau, was ich will und wer das umsetzen kann. Ich könnte die Verantwortung für den Look niemals komplett abgeben, aber zum Glück erwartet das auch keiner. Was ich mache, passt.

Wie würdest du dich selbst beschreiben?
NOMI ist immer gut angezogen, sie hat einen coolen Look. Auf der Bühne wirkt sie unterkühlt. Das ist eine Rolle, die mir Spaß macht und die zu der Musik passt, zu den Outfits und in dem Moment auch zu mir. Aber in Interviews ziehe ich das nicht durch. Das wäre ja auch Quatsch, ich kann nicht die ganze Zeit schauspielern. Manchmal wundern sich die Leute, dass ich ja eigentlich ganz nett bin und lache. Aber warum auch nicht? Ich spiele halt auf der Bühne eine Rolle, die mir Spaß macht.

Das Interview führten Stella Gönüllü und Anja Opitz

Fotos: Promo / Warner Music / Björn Jonas

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